Desktoptipps | Tipps & Tricks | Hermann Apfelböck | 4/2025 | 30. Mai 2025

XFCE/LXQT: Arbeitsfläche mit „Rändern“

Der Desktop XFCE bietet unter „Einstellungen –› Arbeitsflächen“ eine Registerkarte „Ränder“. Bei LXQT ist dieselbe Option im Konfigurationszentrum unter „Fenstermanager Openbox –› Ränder“ anzutreffen. Der Sinn dieser Option erschließt sich nicht auf Anhieb, sie ist aber in vielen Fällen zu empfehlen. 

Option „Ränder“: XFCE-Nutzer können sich einen Bereich für Symbole freihalten. „Ränder“ in LXQT eröffnen zumindest jederzeit den Rechtklick auf den Desktop.

XFCE und LXQT können definierte „Ränder“ an jeder der vier Bildschirmkanten reservieren. Sinnvoll ist nur ein Bildschirmrand ohne Systemleiste, da sich die Systemleiste nicht an „Ränder“-Vorgaben hält. Ist die Systemleiste unten, ist der obere (aber auch rechts oder links) Bildschirmrand der geeignete. Aufgabe des reservierten Randbereichs ist es, sich jederzeit den Zugriff auf die Desktoparbeitsfläche zu erhalten, selbst wenn gerade ein Programmfenster im Vollbildmodus läuft oder ein Fenster am betreffenden Rand geschoben wurde. Ab einer Pixelgröße der „Ränder“ von etwa 60 aufwärts lassen sich unter XFCE auch Desktopsymbole erreichbar halten. Wie dies optisch am besten zu realisieren ist, bestimmt nicht nur die Pixelgröße für die „Ränder“, sondern auch die Symbolgröße, die unter „Einstellungen –› Schreibtisch –› Symbole“ definiert ist. 

Unter LXQT ist ein breiter Randbereich nicht sinnvoll, weil die Ränder nicht nur Programmfenster, sondern auch die Desktopsymbole verdrängen. Geht es aber nur darum, das Rechtsklick- oder Mittelklickmenü am Desktop auch bei Vollbildfenstern erreichbar zu halten, dann genügen vier oder fünf Pixel für den Randbereich. Solcher Ränder sind zwar praktisch unsichtbar, aber durch Mausnavigation an den betreffenden Rand zuverlässig erreichbar.