Microsoft bietet Windows 10 und 11 als ISO-Datei zum Brennen auf DVD-Rohlinge, außerdem ein Programm zum Erstellen bootfähiger USB-Sticks. Unter Linux ist es aber gar nicht so einfach, funktionierende USB-Sticks mit Windows aus den ISO-Dateien zu erstellen. Denn dd kommt dafür nicht in Frage.
Dem universellen Kommandozeilentool dd fehlen die Fähigkeiten, USB-Sticks für einige Windows-Besonderheiten zu präparieren.
Die so erstellten Medien booten nicht. Mit dem Programm Woeusb-NG gibt es aber ein grafisches Tool, das ISO-Dateien von Windows zur Installation bootfähig auf USB-Sticks schreibt. Das funktioniert auch mit Windows 11.
Bei Woeusb-NG handelt es sich um einen Fork des Woeusb, das selten Updates erhält und zudem nicht auf jeder Linux-Distribution leicht zu installieren ist. Das ist bei der neuen Ausgabe kein Problem, denn es ist über den Python-Paketmanager Pip3 in allen Linux-Systemen schnell eingerichtet. In Debian/Ubuntu installiert dazu erst das Kommando
sudo apt install python3-pip git p7zip-full python3-pip python3-wxgtk4.0 grub2-common grub-pc-bin
diesen Paketmanager und alle weiteren Programmpakete. Die Eingabe
sudo pip3 install WoeUSB-ng
installiert dann das eigentliche Programm. Nach dessen Start über das Anwendungsmenü der verwendeten Desktopumgebung erwartet Woeusb-NG eine ISO-Datei oder DVD von Windows 10 oder 11. Der USB-Stick muss mindestens acht GB Speicherplatz bieten, der dann neu formatiert wird. Eine zweite Möglichkeit ist die Auswahl einer eingelegten Windows-DVD über den Punkt „Von einem CD/DVD-Laufwerk“.

