Neben der grafischen Oberfläche eines Linux-Systems laufen stets auch textbasierte (virtuelle) Konsolen, zu welchen die Tastenkombinationen Strg-Alt-F2 (F3 etc.) wechseln. Auf Monitoren mit sehr hohen Auflösungen (HiDPI) ist die Schrift in den virtuellen Konsolen aber viel zu klein, um damit sinnvoll arbeiten zu können.
Diese virtuellen Konsolen sind zwar ein Relikt aus Unix-Zeiten, aber mit dem manchmal unsanften Wechsel von Xorg zu Wayland sind diese immer vorhandenen Konsolen wieder wichtiger geworden. Denn diese Konsolen, auch „tty“ genannt, funktionieren immer, auch wenn die grafische Benutzeroberfläche gar nicht mehr reagiert. Die winzige Schrift der virtuellen Konsolen aber ist besonders auf aktuellen Notebooks ein Problem, denn auf deren Bildschirmen ist die Pixeldichte besonders hoch und der einzelne Pixel entsprechend klein.
In Debian, Ubuntu & Co ist das Problem leicht behoben: Die verwendete Systemschriftart und deren Größe ist in der Konfigurationsdatei „/etc/default/console-setup“ vorgegeben. Mit einem Texteditor wie etwa Nano müssen für eine gut lesbare Schrift nur zwei Parameter geändert werden: Die Zeile, die mit „FONTFACE=“ beginnt, wird zu
FONTFACE="TER"
und die Zeile „FONTSIZE=“ wird zu
FONTSIZE="16x32"
geändert. Diese 32-Punkt-Schrift ist aktuell auch die größte Schriftart, die der Kernel unterstützt. Damit diese Änderungen ab dem nächsten Boot sichtbar sind, ist jetzt noch ein Neubau der initialen Ramdisk über den Befehl
sudo update-initramfs
-u -k all
nötig.
Hinweis: Der Hotkey zur Rückkehr von der Konsole auf die grafische Oberfläche ist leider nicht einheitlich: In den Distributionen Fedora, Open Suse, Arch Linux und Manjaro wechselt Strg-Alt-F1 zurück zur grafischen Oberfläche. In Debian dient dazu die Tastenkombination Strg-Alt-F7 und im aktuellen Ubuntu Strg-Alt-F2.

