Für Spiele mit 3D-Grafik über Open GL oder Vulkan sowie für hardwarebeschleunigte Desktops ist auf Linux-Systemen die Bibliothek Mesa zuständig. Wer ein aktuelles System hat, benötigt auch eine möglichst neue Mesa-Version, um die optimale Leistung aus dem Grafikchip herauszuholen. Ubuntu-Ausgaben mit Langzeitsupport erhalten mit den Point Releases zweimal im Jahr eine neue Mesa-Version. Wer nicht monatelang warten will, weil die GPU eines neuen Notebools eine neuere Mesa-Ausgabe verlangt, kann in Ubuntu ein externes Repository (PPA) dazu einbinden: Die beiden Kommandos
sudo add-apt-repository ppa:kisak/kisak-mesa
sudo apt update
nehmen das PPA mit der neuen, stabilen Mesa-Version für Ubuntu auf und
sudo apt dist-upgrade
sudo apt install ppa-purge
aktualisiert dann daraus die Bibliotheken. Achtung, sollte es wider Erwarten passieren, dass die Bibliothek nicht stabil läuft, so entfernt das Kommando
sudo ppa-purge -d focal ppa:kisak/kisak-mesa
das PPA später wieder. Dies funktioniert auch auf einer virtuellen Konsole, die etwa mit Alt-F3 erreichbar ist, falls die grafische Oberfläche nicht mehr starten sollte. Welche Mesa-Version auf einem Linux-System arbeitet, zeigt das Kommando
glxinfo -B
im Terminal an.

