Ein Terminal-Prozessmonitor ist auf jedem Linux-System zu finden. top gehört zum Standardinventar aller Linux-Distributionen, das hübschere htop ist leicht nachinstalliert. Beide Tools zeigen standardmäßig alle Prozesse, eignen sich aber auch zur Kontrolle eines bestimmten laufenden Programms.
Beide Werkzeuge verwenden den Schalter „-p“, um die Anzeige von vornherein auf einen oder mehrere definierte Prozesse einzugrenzen. Der Haken ist nur, dass dabei die Prozesskennung (PID) bekannt sein muss. Ist diese ermittelt, kann ein Aufruf wie (Beispiel)
top -p 8762
oder auch
top -p 2356,4566,8762
die Prozessanzeige auf diese wenigen Tasks filtern. Zugänglicher wird diese Filterfunktion durch die Hilfestellung von pgrep. Dieses Tool ist eine auf Prozesse spezialisierte Grep-Suche, die etwa nach
pgrep gnome
die PID-Kennungen alle laufenden Tasks mit dem Namenbestandteil „gnome“ liefert. Dies lässt sich dann mit top oder htop kombinieren:
top -p $(pgrep -d, gnome)
Der Schalter „-d,“ ist für alle Tasks mit mehreren PID-Instanzen notwendig (Browser, Apache, Desktop und viele weitere), damit die PIDs kommagetrennt weitergereicht werden. Wenn ein Programm mit dem angegebenen Namen läuft, übergibt pgrep dessen PID-Instanzen an htop oder top. Bei htop lohnt sich solcher Vorfilter nur für ein ständig beobachtetes Programm (als Alias), denn htop bietet mit F4 einen einfach erreichbaren Textfilter.

