Die Eingabeaufforderung folgt im Aufbau den frühen Datensichtgeräten – wie Teletype-Geräte mit Tastatur und Drucker einst hießen. Dieser Aufbau setzt den Eingabeprompt an den unteren Rand. Die einst ausgedruckten Befehlsausgaben wurden nach oben auf bedrucktes Endlospapier abgerollt.
Heutige Terminals können den Eingabeprompt auch stets ganz oben platzieren und die Ausgaben nach unten abrollen. Unter Linux gibt es zwei Möglichkeiten, den Befehlsprompt oben zu halten.
Bash-Konfiguration: Die Standard-Shell der meisten Distributionen kennt durch Ansi-Steuerzeichen die Möglichkeit, den Prompt nach oben zu versetzen. Ein Konfigurations-Script dazu findet sich über https://github.com/swirepe/alwaysontop auf Github. Nach dem Download der Datei „alwaysontop.sh“ (auf Heft-DVD) in ein Verzeichnis wie „~/.config“ aktiviert dann die Eingabe von
source ~/.config/alwaysontop.sh
das alternative Schema. Nach diesem Aufruf ist der Prompt immer in der oberen Zeile der Konsole fixiert. Die Ausgabe erfolgt darunter, für jedes Kommando erneut. Das bedeutet, dass ohne Scrollen des Befehlsverlaufs immer nur die letzte Befehlsausgabe zu sehen ist. Ncurses-Programme mit Text- oder Ansi-basierten Menüs funktionieren aber weiterhin wie gewohnt – so etwa der Midnight Commander. Auch mehrseitige Ausgaben rollen sich nach unten ab. Dieser Weg über die Bash zeigt stets die letzten Befehlsausgaben an und setzt das Terminal dann zurück. Permanent verankern kann diese Konfiguration der genannte source-Aufruf in der Datei „~/.bashrc“.
Terminalemulator Warp: Warp (englischsprachige Freeware für privaten Gebrauch, Download als RPM- und DEB-Paket unter https://app.warp.dev/get_warp) ist ein alternatives Terminalprogramm.
Warp hat die Befehlsausgabe nach unten perfektioniert und zeigt alle Befehle hintereinander chronologisch abrollbar an. Die Installation des heruntergeladenen DEB-Pakets erledigt in Debian/Ubuntu/Mint das Kommando
sudo apt install ./[Paket].deb
in der Kommandozeile und in jenem Verzeichnis, wo der Download der DEB-Datei abgelegt wurde. Analog dazu ist Warp in RPM-basierenden Linux-Distributionen wie Fedora, Cent-OS und Open Suse Leap mit diesem Befehl:
sudo rpm -ivh [Paket].rpm
installiert. Warp verlangt beim ersten Start eine Registrierung mit einer gültigen E-Mail-Adresse und verweist auf die erweiterten Funktionen für zahlende Kunden. Für den privaten Gebrauch von Warp als herkömmliche Terminalanwendung ist die Bezahlvariante nicht nötig.
Die Prompt-Einstellung, um die es hier geht, findet sich in Warp über das Zahnradsymbol im Auswahlfeld unter „Appearance –› Input –› Input position“. Die Option „Pin to the top (Reverse mode)“ fixiert den Eingabeprompt dauerhaft ganz oben im Terminal.

