Einige Linux-Distributionen aus dem Arch-Umfeld nutzen nicht mehr Grub 2.x als Bootloader, sondern per Standard auf Uefi-Systemen den (schnelleren) Systemstart über Systemd-Boot. Dieser hinterlegt in der EFI-System-Partition einen Eintrag, um direkt die initiale Ramdisk und den Kernel zu starten. Der Weg zum Bearbeiten von Bootoptionen ist ein anderer als bei Grub 2.x.
Die Einträge des Bootmenüs finden sich bei Systemd-Boot jeweils als einzelne Konfigurationsdatei im Verzeichnis „/efi/loader/entries“. In der jeweiligen Datei sind die Bootparameter in der Zeile „options“ hinterlegt und eine Änderung steht schon beim nächsten Neustart zur Verfügung. Die Standard-Bootparameter für alle Einträge, welche auch immer bei Kernel-Updates angewendet werden, befinden sich in der Datei „/etc/kernel/cmdline“. Diese wird einfach um die gewünschten weiteren Parameter ergänzt. Anschließend erstellt daraus der Befehl
sudo reinstall-kernels
in Arch Linux alle Booteinträge neu.

