Hardwaretipps | David Wolski | 4-2024 | 21. Mai 2024

Systemd-Boot: Bootparameter bearbeiten

Einige Linux-Distributionen aus dem Arch-Umfeld nutzen nicht mehr Grub 2.x als Bootloader, sondern per Standard auf Uefi-Systemen den (schnelleren) Systemstart über Systemd-Boot. Dieser hinterlegt in der EFI-System-Partition einen Eintrag, um direkt die initiale Ramdisk und den Kernel zu starten. Der Weg zum Bearbeiten von Boot­optionen ist ein anderer als bei Grub 2.x.

Die Einträge des Bootmenüs finden sich bei Systemd-Boot jeweils als einzelne Konfigurationsdatei im Verzeichnis „/efi/loader/entries“. In der jeweiligen Datei sind die Bootparameter in der Zeile „options“ hinterlegt und eine Änderung steht schon beim nächsten Neustart zur Verfügung. Die Standard-Bootparameter für alle Einträge, welche auch immer bei Kernel-Updates angewendet werden, befinden sich in der Datei „/etc/kernel/cmdline“. Diese wird einfach um die gewünschten weiteren Parameter ergänzt. Anschließend erstellt daraus der Befehl

sudo reinstall-kernels

in Arch Linux alle Booteinträge neu.