Softwaretipps | Tipps & Tricks | Hermann Apfelböck | 4/2025 | 30. Mai 2025

Shotwell: Schlagwörter für Fotos

Auf der Basis von Dateiattributen wie Zeitstempel und Dateinamen wie CIMG2810.JPG ist eine Personen-, Orts- oder Motivsuche in Fotosammlungen aussichtslos. Zur besseren Organisation der Fotos lassen sich Dateiattribute durch Metadaten mit eigenen Infos erweitern. Je nach Bildviewer nennen sich solche Infos „Markierung“, „Schlagwort“ oder „Stichwort“. 

Personen-, Orte-, Aktionen-Tags sind unschlagbar, um Bilder schnell zu filtern. Das kostet zwar zunächst Zeit, ist aber nachhaltig, weil diese Tags dauerhaft in den Bilddateien gespeichert werden. Sie gelten unabhängig von der Software und vom Betriebssystem. Selbst eher einfache Bildviewer wie Shotwell können solche Infos lesen und schreiben. Wir beschreiben das exemplarisch für Shotwell, das solche Verschlagwortung am bequemsten erledigt, aber Pix (Linux Mint) oder Gthumb leisten Analoges.

In Shotwell gehen Sie zunächst auf „Datei –› Aus Ordner importieren“. Wählen Sie dann Laufwerk und Ordner der Bilddateien. Da Sie die Fotos dauerhaft mit aussagekräftigen Infos versehen wollen, ist es wichtig, dass es sich um die Primärquelle Ihrer Sammlung handelt – nicht etwa um ein Backup, das später wieder überschrieben wird. Wählen Sie danach die Option „Import durch Verknüpfen“ – es sei denn, Sie wollen tatsächlich alle Bilddateien etwa eines externen USB-Laufwerk physisch kopieren (aus demselben Grund ist etwa unter Pix die Aktion „Ort öffnen“ statt „Importieren“ die richtige). 

Alle bereits vorhandenen Markierungen und Schlagwörter liest Shotwell beim Import automatisch ein und zeigt sie sofort in der Navigationsspalte. Ein Klick auf eine Markierung filtert die passenden Dateien. Neue Infos sind nach Rechtsklick und „Stichworte hinzufügen“ sowie „Stichworte ändern“ für einzelne wie mehrere markierte Bilder jederzeit möglich. Außerdem gibt es Bewertungen, gespeicherte Suchfilter und eine chronologische Ereignissortierung.