Zum Umbenennen vieler Dateien nach einem bestimmten Muster oder mit Hilfe von regulären Ausdrücken gibt es etliche Tools für die Shell. Wenn die neuen Dateinamen jedoch keinem festen oder wiederkehrenden Muster entsprechen, sondern individuell festgelegt werden sollen, ist dies ein mühsames Unterfangen im Terminal. Die Tools aus dem weniger bekannten, aber in allen gut sortierten Linux-Distributionen vorhandenen Werkzeugkasten renameutils helfen in diesen Fällen weiter.
Die wichtigsten Tools aus dem Paket „renameutils“ sind qmv und qcp. Ersteres benennt Dateien um und steht für „Quick move“ und das zweite legt den neuen Dateinamen als Kopie der Ursprungsdatei an und steht für „Quick copy“. Diese beiden Tools arbeiten mit Dateilisten, die zuvor in einem Texteditor in der Shell bearbeitet werden und damit jeder einzelnen Datei einen eigenen Namen zuweisen können. Dabei stehen jedoch alle Bearbeitungsmöglichkeiten von Texteditoren in der Shell zur Verfügung, inklusive Kopieren und Einfügen. Auch komplexe Umbenennungsaktionen sind damit komfortabel und übersichtlich möglich. Das Paket findet sich in nahezu allen Linux-Distributionen zur Installation und ist in Debian/Ubuntu mit
sudo apt install renameutils
einzurichten. Zum Umbenennen aller Dateien im aktuellen Verzeichnis dient der Aufruf
qmv *
und zum Umbenennen nur eines bestimmten Dateityps wie PNG dieser Befehl:
qmv *.PNG
Bevor das Programm irgendetwas umbenennt, ruft es den eingerichteten Standardeditor in der Shell auf und präsentiert dort in zwei Spalten die Dateinamen: Links steht der ursprüngliche Name und in der rechten Spalte jeweils der Name, den diese Datei bekommen soll. Hier gibt man nun für jede Datei den gewünschten neuen Namen ein und geht im Editor auf „Speichern“. Anschließend tritt das Tool in Aktion, benennt die Dateien der Liste entsprechend um und zeigt eine Zusammenfassung. Sollen keine Dateien umbenannt werden, so beenden Sie den Editor einfach ohne Speichern der Dateiliste.

