Hardwaretipps | Tipps & Tricks | Hermann Apfelböck | 4/2025 | 30. Mai 2025

Powerline-Adapter: Steckdosen testen

Powerline-Adapter (AVM, Devolo, D-Link, Netgear, TP-Link) bringen Ethernet-LAN über die Stromleitung in den gewünschten Raum und sind praktisch immer durchsatzstärker und zuverlässiger als WLAN-Verstärker. Aber auch bei Powerline spielt die räumliche Distanz der Adapter eine große Rolle, außerdem die Qualität der Stromleitung.

Startersets mit zwei Adaptern (einer in Routernähe, der zweite im Raum der Endgeräte) sind für 50 bis 150 Euro erhältlich. Selbst bei AVM und Devolo sollten Sie aber die von Herstellern angegebenen Übertragungsleistungen von 500, 1200 oder 2400 MBit/s von keinem Adapter ernsthaft erwarten. Ein Viertel dieser theoretischen Werte ist unter günstigen Bedingungen realistisch – das ergäbe dann bei einem theoretischen 1200-MBit-Adapter immerhin 37,5 MB/s (1200 durch 8 mal 0,25). Für Web und Streaming ist das mehr als genug und auch für kleinere Backupmengen akzeptabel. Wie bei WLAN können aber große Distanzen und Störungen durch andere Geräte den Durchsatz beeinträchtigen. Daher ist auch die von Herstellern angegebene Maximaldistanz von 300 Metern pure Theorie: Brauchbare Leistungen sind nur bei kurzen Strecken zu erwarten (10 bis 40 Meter). 

Erscheint der Durchsatz enttäuschend, hilft nur Ausprobieren. Selbst im gleichen Raum kann der Adapter an einer zweiten Steckdose den doppelten Durchsatz erzielen als an der ersten. Stecken Sie die Adapter in unterschiedliche Steckdosen und messen Sie die Übertragungsrate durch Kopieren einer größeren Datei im lokalen Netz. Verwenden Sie grundsätzlich nur Wandsteckdosen und schließen Sie eventuelle Steckerleisten über die „Pass-Thru“-Durchreiche des Adapters an.