Wer viel digitalen Austausch betreibt, wird gelegentlich gepackte Archive erhalten, an denen die aktuelle Packerausstattung scheitert. Solche Pakete abzulehnen, ist vielleicht keine falsche Reaktion, weil es die Konversationspartner zu gewissen Standards zwingt. Aber man kann sich auch für alle Fälle rüsten.
Der Universalpacker Peazip existiert schon seit 2006, erreicht aber inzwischen einen gewissen Star-Status als Universalpacker. Der passende Download auf https://peazip.github.io erfordert präzise Wahl, denn es gibt neben Windows- und Mac-Varianten DEB- und RPM-Pakete für Linux, diese dann weiter unterschieden in Qt5- und GTK2-Varianten. Die Qt5-Version eignet sich für Qt-basierte Linux-Desktops (KDE, LXQT), die GTK4-Variante für alle anderen (Gnome, Cinnamon, XFCE, Mate etc.).
Peazip kann mehr als 200 Formate auspacken und bietet etwa 20 Formate zum Einpacken. Vor allem aber bringt Peazip alles selbst mit und ist komplett unabhängig von installierten Packermodulen (im Unterschied zu Packeroberflächen wie File-Roller, Ark oder Engrampa) . Außerdem ist er über „Options“ deutschsprachig einzustellen und unabhängig von Desktops und Dateimanagern, weil auch ein eigener Dateimanager integriert ist. Damit ist Peazip das geeignete Tool, wenn Sie auf mehreren Plattformen und verschiedenen Linux-Desktops eine unabhängige und universale Packerlösung brauchen.
Für gelegentliches Komprimieren ist Peazip allerdings funktionsüberladen. Die Grundfunktionalität beim Einpacken erreichen Sie am einfachsten durch Rechtsklick auf das Dateiobjekt im Dateimanager, danach „Hinzufügen“, Auswahl des Packerformats und „OK“. Das Entpacken geht am markierten Objekt über „Entpacken“ und „OK“. Wenn in den Unterdialogen keine Änderung erfolgt, nimmt Peazip als Zielordner jeweils den Ort des Quellobjekts.

