Hardwaretipps | David Wolski | 3-2024 | 28. März 2024

Open RGB: Peripherie-LEDs ansteuern

Bunte Peripherie: Open RGB unterstützt mittlerweile die LED-Controller von mehr als 1600 Geräten und Hardwarekomponenten, um deren Farben oder Farbspiele auszuwählen.

Nicht nur Gamingmäuse und Tastaturen schmücken sich mit bunten LEDs und einem auffälligen Farbwechsel. Auch einige Lüfter, Grafikkarten und sogar Hauptplatinen sind mit LEDs bestückt, um die Hardware interessanter aussehen zu lassen. Unter Windows erfolgt die Ansteuerung die LEDs über die mitgelieferten Treiber des Herstellers. Für Linux dient eine andere Lösung, welche die verschiedene Steuerungsprotokolle der Hersteller nachgebaut hat.

Die Entwickler der freien Linux-Software Open RGB analysieren die LED-Controller-Chips und die verwendeten Protokolle, um für viele Geräte verschiedener Hersteller eine universale Steuerungssoftware bereitzustellen. Open RGB wird bereits vier Jahre gepflegt und um Unterstützung für weitere Geräte erweitert: Etwas über 1600 unterschiedliches Zubehör und Peripheriegeräte finden sich in der Liste der unterstützen Hardware unter https://openrgb.org/devices.html, wobei nicht alle LED-Controller gleichermaßen gut unterstützt werden, wie die Tabelle zeigt. Findet sich das eigene Gerät oder ein ähnliches in der Tabelle, dann ist es für Open RGB mit vertretbarem Aufwand eingerichtet: Die Webseite  https://openrgb.org/releases.html liefert fertige DEB-Pakete für Debian aus, wobei sich die Variante für Debian 12 „Bookworm“ auch für Ubuntu 22.04, 23.10, 24.04 und Linux Mint eignet. Das Paket ist mit folgendem Kommando einzurichten:

sudo apt install ./openrgb_0.9_amd64_bookworm_b5f46e3.deb

Dabei installiert das Programm auch das Kernel-Modul „openrgb-dkms-drivers“, welches erst nach einem Neustart aktiv ist und Treiber für verschiedene Bus-Typen liefert. 

Bei Fedora liegt das Programm schon in den Standard-Paketquellen und bei Arch Linux im üblicherweise schon aktivierten Repository „Extra“. Nach dem ersten Aufruf von Open RGB kann der Punkt „Settings –› General Settings –› Language“ die Sprache der Oberfläche nach Deutsch umschalten. Die erkannte LED-Peripherie zeigt ein Klick auf den Reiter „Geräte an“ und die Schaltfläche unten („Geräte erneut scannen“) ist für nachträglich eingesteckte USB-Peripherie sinnvoll. Zur Konfiguration der LEDs und möglichen Effekten geht es mit der Schaltfläche „LEDs anzeigen“. Wie diese Konfiguration aussieht und welche Optionen zur Verfügung stehen, ist vom Gerätetyp und von den Fortschritten des verwendeten Treibers abhängig. 

Bei Tastaturen von Razer und Asus beispielsweise sind fein abgestufte Farbdefinitionen möglich, die dann die Schaltfläche „Profil speichern“ sichern und „Profil laden“ wiederherstellen kann.