Praxis | Terminal | Tipps & Tricks | Hermann Apfelböck | 3/2025 | 28. März 2025

Nvme-CLI: NVME-Datenträgerkontrolle

Spezialtool Nvme für NVME-Speicher: Wer nur die SMART-Werte kontrollieren will, kann weiterhin beim bekannten Smartctl bleiben.

Zur Kontrolle von SATA-Laufwerken (SSDs wie mechanische Laufwerke) ist das Werkzeug Smartctl aus dem Paket „smartmontools“ seit Jahren bewährt. Im Prinzip unterstützt es auch NVME-SSDs, erhält hier aber Konkurrenz durch das neue Tool „nvme-cli“, das sich auf genau diese Datenträger spezialisiert.


Das Paket „nvme-cli“ ist über die Standard-Paketquellen schnell nachinstalliert und enthält das Tool Nvme, das immer mit sudo gestartet werden will. Der Befehl


sudo nvme list


meldet angeschlossene NVME-Laufwerke und


sudo nvme smart-log

/dev/nvme0n1


kann dann mit der Angabe des Geräts dessen SMART-Werte auslesen – also Laufzeit, Schreibvorgänge, Temperatur und Fehlermeldungen. Aktuell können wir allerdings keine signifikanten Unterschiede zum Bericht von Smartctl mit


sudo smartctl -A

/dev/nvme0n1


ausmachen: Sowohl die Menge der Eigenschaften als auch die ermittelten Werte sind identisch. Zwar bietet Nvme neben dem SMART-Protokoll jede Menge weitere Protokolloptionen (siehe nvme -help), aber die sind für Anwender kaum relevant.