Zur Kontrolle von SATA-Laufwerken (SSDs wie mechanische Laufwerke) ist das Werkzeug Smartctl aus dem Paket „smartmontools“ seit Jahren bewährt. Im Prinzip unterstützt es auch NVME-SSDs, erhält hier aber Konkurrenz durch das neue Tool „nvme-cli“, das sich auf genau diese Datenträger spezialisiert.
Das Paket „nvme-cli“ ist über die Standard-Paketquellen schnell nachinstalliert und enthält das Tool Nvme, das immer mit sudo gestartet werden will. Der Befehl
sudo nvme list
meldet angeschlossene NVME-Laufwerke und
sudo nvme smart-log
/dev/nvme0n1
kann dann mit der Angabe des Geräts dessen SMART-Werte auslesen – also Laufzeit, Schreibvorgänge, Temperatur und Fehlermeldungen. Aktuell können wir allerdings keine signifikanten Unterschiede zum Bericht von Smartctl mit
sudo smartctl -A
/dev/nvme0n1
ausmachen: Sowohl die Menge der Eigenschaften als auch die ermittelten Werte sind identisch. Zwar bietet Nvme neben dem SMART-Protokoll jede Menge weitere Protokolloptionen (siehe nvme -help), aber die sind für Anwender kaum relevant.

