Im Prinzip sollte die Nextcloud nach dem genannten Installationsbefehl sofort im Netzwerk unter der IP-Adresse des Nextcloud-Rechners erreichbar sein. Ein erstes und nachvollziehbares Problem ist ein bereits existierender Apache-Webserver auf diesem System. Das führt in der Regel zu einem Konflikt auf Port 80, und der Apache des Nextcloud-Snaps kommt nicht zu Zuge. Wer solche Parallelinstallation plant, muss daher vor der Installation des Nextcloud-Snaps den primären Apache mit
sudo systemctl stop apache2
erst mal pausieren, dann mit
sudo snap install nextcloud
das Snap installieren und für dessen Apache andere Ports als jene des primären definieren – etwa:
sudo snap set nextcloud ports.http=888
sudo snap set nextcloud ports.https=889
Dann ist die Nextcloud unter der Adresse „[Rechner-IP]:888“ erreichbar, während danach wieder aktivierte primäre Apache (systemctl restart apache2) in der Regel auf Port 80 läuft.
Ein zweites und vermeidbares Problem ist die Tatsache, dass die Nextcloud nach Installation auf dem lokalen Rechner im Browser mit der Adresse 127.0.0.1 (oder mit „localhost“) erreichbar ist und somit offenbar funktioniert – aber nicht für andere Rechner im Netzwerk. Das kann nicht Sinn der Sache sein und ist auf eine Nachlässigkeit bei der Einrichtung zurückzuführen: Suchen Sie in der Konfigurationsdatei „/var/snap/nextcloud/current/nextcloud/config/config.php“ die Zeile „trusted_domains“. Nach der weiteren Zeile „array“ erscheint dann die Localhost-Adresse in dieser Form:
0 => '127.0.0.1',
Tragen Sie darunter als weitere Zeile (Beispiel)
1 => '192.168.178.20',
die IP-Adresse des Nextcloud-Rechners nach. Für diese Ergänzung benötigen Sie sudo-Recht. Nach einem Neustart ist die Nextcloud dann unter dieser Adresse im Netzwerk für jeden Browser erreichbar.

