Konsolentipps | David Wolski | 6/2024 | 27. September 2024

Midnight Commander: Andere Farbe für root

Auffällige Farben: So ist immer schön ersichtlich, ob der Midgnight Commander und sein Texteditor mit root-Recht laufen – also mit „sudo“ aufgerufen wurden.

Viele Anwender schätzen den Midnight Commander zur visuellen Orientierung im Dateisystem eines Linux-Systems. Nach einem Aufruf mit „sudo mc“ ist der Dateimanager auch nützlich, um dann mit F4 Konfigurationsdateien in einem Texteditor mit root-Privilegien zu bearbeiten.

Um immer gleich zu sehen, ob der Midnight Commander mit root-Recht läuft, ist ein eigenes Farbprofil praktisch. Nach dem Aufruf des Dateimanagers in der Shell mit vorangestelltem „sudo“ oder aus dem root-Account heraus, öffnet dazu Taste F9 die obere Menüleiste. Die Pfeiltasten führen dann zu „Optionen –› Aussehen“ beziehungsweise „Options –› Appearance“, wo im Feld „Skin“ alternative Farbschemata zur Auswahl stehen. Einige haben dabei auffällige rote Elemente und sind mit dem Namensteil „root“ gekennzeichnet. Nach der Auswahl bleibt das Farbschemata für den root-Account beziehungsweise für den Aufruf des Midnight Commanders per „sudo“ dauerhaft erhalten, denn die Einstellung wird in der Datei „/root/.config/mc/ini“ gespeichert.

Editor: Noch wichtiger ist eine deutliche Farbgebung für den eingebauten Editor mcedit des Dateimanagers. Damit der Midnight Commander dieses Editorprogramm nutzt, muss die Option „Optionen –› Konfiguration –› Internen Editor benutzen“ eingeschaltet sein („Options –› Configuration –› Use internal edit“). Dann folgt auch mcedit stets dem voreingestellten Farbschema des Midnight Commanders. Soll dieser Dateimanager einen anderen vorinstallierten Editor nutzen, so muss diese Option abgeschaltet sein. Im laufenden Midnight Commander tippt man in dessen Eingabeaufforderung

select-editor

ein und erhält dann ein kleines textbasiertes Menü zur Auswahl eines externen Editorprogramms für die Shell, das der Druck auf F4 aufruft.