Debian mit oder ohne „sudo“
Ich habe eine korrigierende Anmerkung zum Artikel „Debian vs. Ubuntu“ der Ausgabe 6/2025. Der Autor schreibt, Debian kenne kein „sudo“. Wenn man allerdings bei der Installation das root-Passwort weglässt, wird automatisch der Erstbenutzer mit sudo eingerichtet.
Peter S., per Mail
Sie haben recht: Wird bei der Installation das root-Konto durch Vergabe eines Kennworts aktiviert, dann wird Debian ohne sudo eingerichtet. Der Benutzer muss dann mit „su“ zum root-Konto wechseln, um volle Rechte zu erhalten. Verzichtet man jedoch bei der Installation auf das root-Kennwort, bleibt das root-Konto deaktiviert und man erhält ein Debian mit sudo wie bei Ubuntu & Co.
Hardware mit „MAC-Spoofing“
Ich habe einen Platinenrechner mit zwei Serverdiensten konfiguriert und wollte dem Gerät in der Fritzbox eine feste IP-Adresse zuweisen. Der Router spielt aber verrückt: Der Server erhält jedes Mal eine andere IP und erscheint oft zwei- und dreimal in der Geräteliste. „Zurücksetzen“, „Entfernen“, Gerät hinzufügen“ – alles scheitert!
Ulrich E., per Mail
Die Fritzbox ist wahrscheinlich unschuldig: Der Router erkennt Netzwerkgeräte anhand der weltweit eindeutigen Hardware-MAC-Adresse des Netzadapters (egal ob Ethernet oder Wi-Fi) – etwa „9a:f6:7b 52:3c: 87“. Es gibt aber immer wieder Netzadapter (gerade auf Platinenrechnern), die quasi „MAC-Spoofing“ betreiben, bei jedem Start eine andere MAC-Adresse melden und dadurch dem Router stets als nagelneues Gerät erscheinen. Damit wird die Vergabe einer festen IP aussichtslos. Es kann Irritationen ersparen, mit
ip link
die MAC-Adresse des betreffenden Rechners bei mehreren Starts zu prüfen.
Abhilfen gibt es mehrere. Sowohl eine Konfiguration mit dem Network-Manager oder mit Netplan oder auch eine Udev-Regel kann den Rechner zu einer konstanten MAC-Adresse zwingen. Auf einem Server ohne grafische Oberfläche sind aber alle diese Methoden relativ anspruchsvoll. Am einfachsten ist es, die Serverdienste dieses Rechners über den Hostnamen abzurufen – also etwa statt http://192.168.178.20:81 mit http://raspi5:81. Auch SSH-Anmeldungen oder Rsync-Sicherungen funktionieren über den Hostnamen.

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