Allgemein | Hermann Apfelböck | 02/2026 | 9. Juni 2026

Leserbriefe in der LinuxWelt 2/2026

Haben Sie Fragen zum Heft, oder möchten Sie uns Ihre Meinung dazu mitteilen? Schreiben Sie bitte an linux@it-media.de oder per Post an Redaktion LinuxWelt, IT Media, Gotthardstr. 42, 80686 München. Von den vielen Zuschriften können wir nur eine Auswahl veröffentlichen. Sinnwahrende Kürzungen behalten wir uns vor.

Debian mit oder ohne „sudo“

Ich habe eine korrigierende Anmerkung zum Artikel „Debian vs. Ubuntu“ der Ausgabe 6/2025. Der Autor schreibt, Debian kenne kein „sudo“. Wenn man allerdings bei der Installation das root-Passwort weglässt, wird automatisch der Erstbenutzer mit sudo eingerichtet.
Peter S., per Mail

Sie haben recht: Wird bei der Installation das root-Konto durch Vergabe eines Kennworts aktiviert, dann wird Debian ohne sudo eingerichtet. Der Benutzer muss dann mit „su“ zum root-Konto wechseln, um volle Rechte zu erhalten. Verzichtet man jedoch bei der Installation auf das root-Kennwort, bleibt das root-Konto deaktiviert und man erhält ein Debian mit sudo wie bei Ubuntu & Co.

Hardware mit „MAC-Spoofing“

Ich habe einen Platinenrechner mit zwei Serverdiensten konfiguriert und wollte dem Gerät in der Fritzbox eine feste IP-Adresse zuweisen. Der Router spielt aber verrückt: Der Server erhält jedes Mal eine andere IP und erscheint oft zwei- und dreimal in der Geräteliste. „Zurücksetzen“, „Entfernen“, Gerät hinzufügen“ – alles scheitert!
Ulrich E., per Mail

Die Fritzbox ist wahrscheinlich unschuldig: Der Router erkennt Netzwerkgeräte anhand der weltweit eindeutigen Hardware-MAC-Adresse des Netzadapters (egal ob Ethernet oder Wi-Fi) – etwa „9a:f6:7b 52:3c: 87“. Es gibt aber immer wieder Netzadapter (gerade auf Platinenrechnern), die quasi „MAC-Spoofing“ betreiben, bei jedem Start eine andere MAC-Adresse melden und dadurch dem Router stets als nagelneues Gerät erscheinen. Damit wird die Vergabe einer festen IP aussichtslos. Es kann Irritationen ersparen, mit 

ip link 

die MAC-Adresse des betreffenden Rechners bei mehreren Starts zu prüfen. 

Abhilfen gibt es mehrere. Sowohl eine Konfiguration mit dem Network-Manager oder mit Netplan oder auch eine Udev-Regel kann den Rechner zu einer konstanten MAC-Adresse zwingen. Auf einem Server ohne grafische Oberfläche sind aber alle diese Methoden relativ anspruchsvoll. Am einfachsten ist es, die Serverdienste dieses Rechners über den Hostnamen abzurufen – also etwa statt http://192.168.178.20:81 mit http://raspi5:81. Auch SSH-Anmeldungen oder Rsync-Sicherungen funktionieren über den Hostnamen.

Wenn die MAC-Adresse eines Rechners nicht konstant ist, kann der Router diesem Gerät keine feste IP-Adresse zuweisen.

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