Hängende Programme gibt es auf jedem System. Sie lassen sich mit xkill an der grafischen Oberfläche (X11, nicht Wayland) oder im Terminal mit kill, killall oder pkill beenden.
Kill ist die präziseste Methode im Terminal, welche die eindeutige Prozess-ID (PID) des Programms erwartet. Man muss also erst mit top, htop oder mit ps -x die PID-Nummer ermitteln, um das Programm danach mit (Beispiel)
kill 5485
zu beenden. Das alternative killall ist handlicher, weil es die PID für einen übergebenen Programmnamen selbst ermittelt (mit pgrep – siehe nachfolgenden Tipp). Daher genügt die Namensangabe des Prozesses:
killall cinnamon
Der rücksichtsloseste Killer ist pkill, der sogar schon mit einem Teilstring des Programmnamens zufrieden ist. Der Befehl
pkill gnome
beendet folglich alles, was „gnome“ im Prozessnamen hat, also „gnome-session“, „gnome-terminal“, „gnome-shell“. Das kann nützlich sein, aber bei kurzer oder fehlerhafter Namensvorgabe auch riskant. Wir empfehlen das präzisere killall. Je nachdem, ob der zu beendende Task im Benutzerkontext oder als Systemprozess unter root läuft, ist bei diesen Kommandos eventuell ein vorangestelltes sudo notwendig.

