Die Miniprogramme von KDE Plasma, auch „Plasmoiden“ genannt, können eine ganze Menge mehr, als nur statische Infos oder Bedienelemente anzuzeigen. Das Miniprogramm Panon zeigt animiert das Audiospektrum und den Pegel der aktuellen Klangausgabe auf dem Desktop. Es nutzt die hardwarebeschleunigte Grafikausgabe per Open GL und braucht kaum CPU-Zyklen.
Über den Nutzwert von Panon (https://github.com/rbn42/panon) lässt sich natürlich streiten. Hier geht es eher um eine effektreiche Desktopergänzung, die den Pegel abgespielter Musik anzeigt. Panon kann im Panel untergebracht oder als eigenes Hintergrundfenster auf der Arbeitsfläche tapeziert werden. Es ist in Python sowie QML geschrieben und hat ein paar Python-Abhängigkeiten, die aus den Standard-Paketquellen der verbreiteten Linux-Distributionen schnell nachgerüstet sind. In den Distributionen, die von Debian und Ubuntu abstammen, also auch KDE Neon und Kubuntu, installiert folgendes Kommando alle Module:
sudo apt install qml-module-qt-websockets python3-docopt python3-numpy python3-pyaudio python3-cffi python3-websockets
Die eigentliche Installation ist dann aber erfreulich einfach, egal unter welcher Distribution: Nach einem Rechtsklick auf das KDE-Panel geht es dort auf „Miniprogramme hinzufügen –› Neue Miniprogramme holen –› Neue Miniprogramme herunterladen“. Dieser Menüpunkt stellt eine Verbindung zum Onlineverzeichnis der KDE-Applets her und findet Panon über das Feld „Suchen“. Nach der Installation geht es wieder zum Kontextmenüpunkt „Miniprogramme hinzufügen“ des KDE-Panels oder des Desktophintergrunds. In der Liste steht jetzt Panon zur Verfügung, entweder als Applet für das KDE-Panel oder als eigenständiges Fenster für den Desktop.
Bevor der Spektrumanalysator den abgespielten Klang visualisiert, verlangt die Konfiguration erst noch die Auswahl des Soundservers und des passenden (virtuellen) Audioeingangs. Das gelingt mit einem Rechtsklick auf das Plasmoid und dem Menüpunkt „Panon einrichten –› Back-end –› Back-end“. Auf den meisten Distributionen ist „PulseAudio“ die richtige Auswahl sowie darunter im Feld „Eingabegeräte“ der Punkt „Monitor of Current Device“. Hier sind einige Versuche gefragt, da die Eingänge je nach System und Hardware abweichende Bezeichnungen haben.

