Desktoptipps | David Wolski | 2/2019 | 6. September 2024

Gsconnect: Verbindung von Gnome zu Android

Gsconnect in Aktion: Dies ist bereits die neue Version 16 der Gnome-Variante von KDE-Connect. Das angebundene Android-Gerät ist hier gut über das Gnome-Panel erreichbar.

Eine Besonderheit von KDE ist das Programm KDE-Connect, das über ein gemeinsames Protokoll WLAN-Android-Geräte an den Desktop anbindet. Gnome-Nutzer müssen aber auch nicht mehr darben, denn die Erweiterung Gsconnect ist eine Portierung von KDE-Connect für Gnome, die in den letzten Monaten bemerkenswerte Fortschritte gemacht hat.

Die Entwickler Ubuntus hatten zunächst geplant, Gsconnect in Ubuntu 18.10 vorinstalliert auszuliefern. Zu diesem Zeitpunkt schien die Erweiterung aber noch nicht ausreifend gereift. In den Ubuntu-Paketquellen gibt es deshalb nur ein optionales Paket zur nachträglichen Installation. Jetzt ist Gsconnect aber einen Schritt weiter und für Anwender von Ubuntu 18.10 und darauf folgenden Ubuntu-Versionen interessant, weil es sich gut aktualisieren lässt.

Zunächst installiert der Befehl

sudo apt install gsconnect gnome-tweaks

ab Ubuntu 18.10 aufwärts alle Bibliotheken und die Gnome-Erweiterung. Nach einem Neustart aktualisiert ein Besuch der URL https://extensions.gnome.org/local die installierte Version von Gsconnect auf die aktuellste Ausgabe.

Die Konfiguration von Gsconnect findet sich übrigens über die Gnome-Tweaks, die in den Aktivitäten „Optimierungen“ heißen (siehe dort „Erweiterungen –› Gsconnect“). Auf Android-Geräten ist zur Kontaktaufnahme zu Gnome noch die übliche KDE-Connect-App nötig, die bei Google Play unter https://play.google.com/store/apps/details?id=org.kde.kdeconnect_tp bereitliegt.

Hinweis: Gsconnect ist in anderen Gnome-affinen Distributionen ebenfalls in den Standard-Paketquellen vorrätig. In Fedora 29 Workstation (auf Heft-DVD) ist die Erweiterung samt Bibliotheken über den Paketmanager installierbar.

Neue Funktionen für Gsconnect: Das Pendant von KDE-Connect für die Gnome-Oberfläche ist fast gleichauf mit dem KDE-Vorbild. Besonders nützlich ist hier wie dort der Dateiaustausch.