Desktoptipps | David Wolski | 2-2024 | 26. Januar 2024

Gnome: Erweiterungen per Kommando

Ausflug in den Textmodus: Auf einer Linux-Distribution mit Gnome können auf der virtuellen Konsole Gnome-Extensions deaktiviert werden, falls der Desktop nicht mehr startet.

Mit dem Schritt von Gnome auf Version 45 sind etliche Shell-Erweiterungen nicht mehr kompatibel. Beim Upgrade eines Linux-Systems kann es passieren, dass eine Gnome-Erweiterung nicht mehr lädt, Fehler ausgibt oder sogar den Desktop nach der Anmeldung am Start hindert.

Im Fall bockiger und inkompatibler Gnome-Shell-Erweiterungen ist ein Ausflug in die virtuelle Konsole ein Weg, die Erweiterungen manuell zu deaktivieren. Zuerst ist die grafische Anmeldung an Gnome nötig, um die Benutzerkonfiguration einzulesen, auch wenn das fehlschlagen sollte. Vom Fenster der Anmeldung geht es dann mit der Tastenkombination Alt-Strg-F3 auf eine virtuelle Konsole im Textmodus. Nach der Anmeldung mit Benutzernamen und Passwort listet dort das Kommando

gnome-extensions list --user

alle Erweiterungen auf, die nicht das System selbst mitgebracht hat. Um eine Erweiterung zu deaktivieren, dient folgender Befehl: 

gnome-extensions disable [Name]

„[Name]“ ist der Platzhalter für die jeweilige aufgelistete Extension ist, beispielsweise „new-mail-indicator@thx“.