Hardwaretipps | Tipps & Tricks | Hermann Apfelböck | 4/2025 | 30. Mai 2025

Externe USB-Soundkarten für Linux

Wenn der Soundchip von Notebooks oder Platinenrechnern nicht genügt und bessere Audioqualität gewünscht ist, dann ist das nur durch Aufrüstung mit einer externen Soundkarte am USB-Port realisierbar. Die Auswahl für Linux-Systeme ist dabei nicht ganz trivial.

USB-Soundkarten gibt es jede Menge von kaum 10 bis 200 Euro. Für Linux muss aber ein Chip gewählt werden, für den ein Treiber im Linux-Kernel vorliegt. Theoretisch gibt es eine Regel, welche die Auswahl deutlich vereinfachen könnte: USB-Audiogeräte, die mit dem Attribut „Class compliant“ ihre Standardisierung belegen, funktionieren ohne zusätzliche Treiber. In der Praxis ist die Recherche nach diesem Attribut aber wenig ergiebig und daher allenfalls als zusätzliches Plus-Kriterium tauglich.

Die Low-Cost-Kandidaten mit Stereoausgabe beginnen mit Preisen unter 10 Euro. Ein Beispiel dafür sind Ugreen USB-Audioadapter in mehreren Varianten. Diese werden gerne als Raspberry-Zubehör angeboten und sind in jedem Fall Linux-kompatibel. In einfachster Ausstattung hat das Zubehör außer dem USB-(A)-Stecker zum Rechner nur noch einen 3,5-Klinkensteckeranschluss für die Lautsprecher (oder den Kopfhörer). Mit drei 3,5-Klinkenanschlüssen (Mikrofon, Kopfhörer, Lautsprecher) und Lautstärkeregler liegt das Ugreen-Gadget immer noch unter 20 Euro. Für höhere Ansprüche und 7.1-Surround-Ausgabe ist Zubehör wie CSL USB 7.1 ab etwa 35 Euro auf dem Markt.