Das Dateisystem BTRFS ist bislang nicht zum Standard unter Linux avanciert, aber inzwischen stabil für den produktiven Einsatz. Bei Open Suse und Fedora Workstation ist das bei der Installation vorgeschlagene Dateisystem. Auch für externe Datenträger ist BTRFS etwa für Backups interessant, denn ein internes Checksummensystem für Dateien erkennt Datenträgerfehler und „Bitflips“, also verrottete Daten auf unzuverlässig gewordenen Speichermedien.
Um korrumpierte Dateien anhand der intern gespeicherten Checksummen zu erkennen, bietet BTRFS über seine Toolsammlung, die auf Linux-Distributionen im Paket „btrfs-progs“ enthalten ist, das Tool „Scrub“ an. Es handelt sich um eine nicht-destruktive Aktion, die lediglich Dateien prüft und Checksummenfehler anzeigt. Im Fall von externen Medien arbeitet der Befehl mit den herkömmlichen Geräte-IDs von Laufwerken, wie sie im Terminal die Eingabe „lsblk“ ausgibt. Ist das zu untersuchende BTRFS-Laufwerk beispielsweise als „sdb“ vorhanden, so startet
sudo btrfs scrub start /dev/sdb
den Scrub-Befehl im Hintergrund. Das weitere Kommando
sudo btrfs scrub status /dev/sdb
zeigt den Fortschritt und die Menge der eventuell gefundenen Fehler und deren Typ an. „No Errors found“ bedeutet, dass Datenträger und alle Dateien in Ordnung sind. Bei gefundenen Fehlern deutet dies auf ein defektes Laufwerk hin, das einen Austausch erfordert. Die betroffenen Dateien sind allerdings schon verloren, denn BTRFS erkennt zwar Fehler, kann sie aber nicht korrigieren.

