Ein Thema des zusätzlichen Images sind Livesysteme, die für ältere Rechner noch in 32 Bit vorliegen. Generell können zwar Prozessoren der letzten 18 Jahre schon Systeme in 64 Bit booten, angefangen vom AMD Athlon 64 beziehungsweise dem Intel Pentium 4 „Prescott”. Doch es gibt noch eine Klasse mit Intel-Atom-CPU, die zwar leistungsfähig genug sind, Livesysteme zu booten, dies aber nur im 32-Bit-Modus.
Kanotix „Slowfire“ (32 Bit): Knoppix wird schon eine Weile mehr weiterentwickelt, aber mit Kanotix steht schon länger ein Nachfolger bereit. Diese Kanotix-Version ist aus den Paketquellen von Debian 12 gebaut und liefert den Linux-Kernel 6.10 sowie als Browser den älteren Firefox 128, alles in 32 Bit. Die Oberfläche ist ein extraschlankes LXDE, welches nach dem Start nur wenige hundert MB Speicher verlangt. Fortgeschrittene Anwender können Kanotix als schlankes Debian auf Wechseldatenträgern installieren. Der grafische Installer dafür findet sich im Anwendungsmenü unter „KANOTIX –› acrotixinstaller“.
Puppy Linux „Bookworm“ (32 Bit): Auch dieses Livesystem basiert auf Debian 12 und bootet einen ressourcenschonenden englischsprachigen Desktop, der auch auf sehr alten Rechnern noch läuft. Vorinstalliert sind nur wenig Anwendungen, etwa der von Firefox abgeleitete Browser Palemoon. Temporär zur Laufzeit können weitere Programme über „Setup –› Package Manager“ installiert werden, wozu kein Passwort nötig ist. Der automatisch angemeldete Benutzer ist, wie bei Puppy Linux üblich, bereits der root-User.
Porteux 2.1.1 XFCE (64 Bit): Dieses Livesystem stammt wie unser Rettungssystem von Porteus ab, bootet hier einen deutschsprachigen XFCE-Desktop und liefert einen vorinstallierten Firefox ESR 128. Unter „Internet –› PorteuX App Store“ gibt es ein Menü mit weiteren Browsern zur Auswahl, die sich zur Laufzeit installieren lassen. Wie bei den anderen Porteus-Systemen lautet das Passwort für „root“ oder für vorangestelltes sudo „toor“.
GRML 2025.5 (64 Bit): Wenn auf dem Linux-PC etwas nicht funktioniert, erspart GRML einiges Grummeln. Die Live-CD ist auf die Bedürfnisse von Administratoren zugeschnitten, die damit eine umfangreiche Toolsammlung bekommen, um Systeme wieder auf Vordermann zu bringen.
Die ISO-Datei mit diesen Systemen liegt auf der Github-Webseite https://github.com/LinuxWelt auf eigenen Servern der Redaktion. Auf Github findet sich eine kurze Dokumentation und Downloadanleitung. Zur Übertragung der angebotenen ISO-Datei auf einen USB-Stick (ab 8 GB Kapazität) eignet sich wie immer der USB Imager 1.0.10, ein Open-Source-Programm für Linux, Windows und Mac-OS mit deutschsprachiger Oberfläche (auf Heft-DVD, Download unter https://gitlab.com/bztsrc/usbimager).
Die Heft-DVD: Alles online
Sämtliche Inhalte der Heft-DVD, das Extra-Image und das LinuxWelt-XXL-E-Book finden Sie auch online unter www.linuxwelt.de/dvd0525. Die Seite verlangt für den Zutritt dieses Mal folgende Log-in-Daten:
Benutzername: dvd525, Passwort: i7fh1m

