Ein typischer Fall für verbuddelte Systempflege sind Systemd-Timer, die von mancher Software bei der Installation automatisch eingerichtet werden. Wenn der Systembenutzer etwa für das installierte Suchtool plocate (Suche mit locate) in der Crontab einen Job vermisst, um den Suchindex mit updatedb periodisch zu aktualisieren, wird er sich die Mühe machen, diesen manuell anzulegen. Das ist aber unnötig, weil der Job inzwischen zu Systemd gewandert ist. Die Übersicht mit
systemctl list-timers
wird bei installiertem plocate einen Timer anzeigen (plocate-updatedb.timer), der die tägliche Indizierung auslöst. Die Liste informiert in der Spalte „LAST“ außerdem, wann die Aktion zum letzten Mal erfolgt ist. Ein zusätzlicher Cronjob für updatedb ist daher zwar kein Schaden, aber überflüssige Konfigurationsarbeit. Generell darf heute die Regel gelten: Prüfen Sie erst mit obigem Befehl die aktiven Systemd-Timer, bevor Sie manuelle Cronjobs anlegen.

