Konsolentipps | David Wolski | 4-2024 | 21. Mai 2024

Bluetuith: Bluetooth-Verbindungsmanager

Bluetooth ohne grafische Oberfläche: In der Shell von bluetoothctl ist es kein Vergnügen, Geräte zu verbinden. Das Tool Bluetuith liefert eine komfortable Menüoberfläche.
Bluetooth ohne grafische Oberfläche: In der Shell von bluetoothctl ist es kein Vergnügen, Geräte zu verbinden. Das Tool Bluetuith liefert eine komfortable Menüoberfläche.

Bluetooth kann sich bei Verbindungsproblemen reichlich zieren, gerade wenn die beteiligten Geräte ihre Firmware-Macken haben. Solche treten bei diesem Protokoll doch recht häufig auf. Eine Stufe tiefer – mit einem Blick ins Terminal – gibt es dann meist praktikable Auswege für einen Reset von Bluetooth und eine stabile Verbindung.

Auf aktuellen Linux-Systemen gibt es mit der Eingabe bluetoothctl im Terminal eine eigene Shell für Bluetooth-Aktionen. Dort schaltet die Eingabe „power off“ einen hängenden Bluetooth-Controller aus und „power on“ wieder ein. Dies genügt oft für einen Reset. Das Tool bluetoothctl bietet auch alle Befehle, um manuell ein Bluetooth-Gerät zu verbinden, aber dies ist doch reichlich umständlich. Es gibt aber für das Terminal ein Front-End, das als Verbindungsmanager dient, wenn keine grafische Oberfläche vorhanden ist oder deren Bluetooth-App nicht funktionieren will: Bluetuith ist ein Hilfsprogramm mit Menü im Textmodus und steht unter https://github.com/darkhz/bluetuith/releases für Linux (64 Bit) und ARM-Distributionen wie Raspberry-Pi-OS zum Download als „tar.gz“-Archiv bereit. Nach dem Entpacken und dem Start in einem Terminal mit

./bluetuith

zeigt es die Bluetooth-Konfiguration in einem Textmenü an. Die Tastenkombination Alt-M öffnet die Controllereinstellungen, die Pfeiltasten navigieren zwischen den erkannten Geräten und die C-Taste verbindet ein Gerät. Alle Befehle zeigt die Eingabe von „?“ an und ein Q (Großbuchstabe) beendet das Programm.