Passwörter aller Art sollten nicht im Befehlsverlauf der Shell (Bash) landen, weil diese im Klartext in der Datei „~/.history“ im Home-Verzeichnis landen. Doch wer häufig mit Maria DB oder My SQL hantiert, schreibt möglicherweise Passwörter aus Bequemlichkeit direkt in die Kommandozeile und damit in den (Befehlsverlauf) der Shell. Aber auch sonst gibt es Befehle, die nicht in der History landen sollten.
In Debian, Ubuntu und Linux Mint sorgt in der Bash ein vorangestelltes Leerzeichen vor einem eingetippten Befehl dafür, dass dieser nicht im Verlauf landet. In anderen Linux-Distributionen wie Fedora und einigen Arch-Varianten muss diese nützliche Funktion des Leerzeichens erst noch aktiviert werden. Dazu trägt man in die Datei „.bashrc“ ans Ende die Zeile
HISTCONTROL=$HISTCONTROL:ignorespace
ein, welche die Bash-Konfiguration um die Umgebungsvariante „ignorespace“ ergänzt. Diese Änderung ist ab dem nächsten Öffnen eines Terminalfensters aktiv. Ist es bereits zu spät und ein unerwünschtes Kommando ist schon im Verlauf gelandet, so listet der Befehl „history“ alle gespeicherten Einträge mit Nummer auf. Die Eingabe
history -d [Nummer]
entfernt den entsprechenden gespeicherten Befehl anhand seiner Nummer aus dem Verlauf. Auch manuelles Aufräumen in der Datei „~.bash_history“ kam schon öfters in der LinuxWelt zur Sprache. Doch es gibt auch eine weniger bekannte, nützliche Abkürzung, nur die letzten Befehle aus dem Verlauf zu löschen:
history -d -1
Der negative Integerwert „-1“ entfernt exakt den letzten Eintrag, „-2“ den vorletzten, „-3“ den vorvorletzten und so weiter. Es empfiehlt sich, dieses Kommando mit einem führenden Leerzeichen einzutippen, damit es nicht selbst im Verlauf landet.

