Es gibt Programme im Terminal, die nicht bis ultimo weiterlaufen sollen, wenn sie mal vergessen wurden. Dazu gehören beispielsweise Systemmonitore wie Htop, Btop oder auch das zuvor vorgestellte Ttop. Denn diese Programme verlangen selbst nach einigen Prozessorzyklen.
Diese Tools zwingen zwar keinen modernen Rechner in die Knie, sollen hier aber als Beispiel für Befehle oder Programme dienen, die nicht unbeaufsichtigt im Hintergrund weiterlaufen sollen, falls man sie in einem Terminal oder einer virtuellen Konsole vergessen hat. Eine zuverlässige Methode ist es, dem Programm schon beim Start mit vorgestellten „timeout“ die gewünschte Maximaldauer vorzugeben (in Sekunden):
timeout 600 htop
Dieses Kommando führt Htop dann 600 Sekunden, also zehn Minuten, aus und beendet es dann. Auch Scripts sind mit einem vorgestellten „timeout“ terminierbar. Es gibt als Parameter für den Time-out-Befehl auch noch ein besonders brutales Killerkommando:
timeout -s SIGKILL 600 [Programm]
Das Signal „SIGKILL“ wird das so aufgerufene Programm oder Script sowie dessen Subprozesse nach 600 Sekunden zwangsweise beenden, auch wenn diese Prozesse hängen sollten. Diese harte Methode kann für Scripts sinnvoll sein, die beispielsweise wegen Netzwerkverbindungen oder wegen noch fehlender Fehlerkontrolle gerne mal hängen bleiben.

