Terminal | Tipps & Tricks | Hermann Apfelböck | 1/2026 | 28. November 2025

Apt in Debian & Co:„remove“ und „purge“

Der Paketmanager apt ist das bewährte Terminalwerkzeug zur Installation und Deinstallation. Beim Deinstallieren gibt es neben „remove“ einen weiteren Parameter, der noch gründlicher arbeitet.

„apt remove“ löscht die Programmdateien, „apt purge“ zusätzlich die globalen Konfigurationsdateien. Danach kann „apt autoremove“ verwaiste Bibliotheken entsorgen.

Bei der Deinstallation einer Software mit (Beispiel)

sudo apt remove calibre

werden die Programmdateien der Software entfernt und eventuelle Bibliotheken, die von keiner anderen Software benötigt werden, als verwaist markiert. Die verwaisten Bibliotheken kann danach der Befehl

sudo apt autoremove 

entfernen, was häufig den deutlich größeren Umfang und Platzgewinn bedeutet.

Eventuell angelegte Konfigurationsdateien verbleiben aber in den Systemverzeichnissen, typischerweise unter „/etc“. Sollen auch diese gelöscht werden, dann verwenden Sie diese Variante (funktionsgleich mit der umständlicheren Syntax sudo apt remove calibre - -purge): 

sudo apt purge calibre

„apt purge“ entfernt zusätzlich die globale Konfiguration. Das ist auch der empfohlene Weg, falls eine Software nach Fehlern mit der Standardkonfiguration komplett neu installiert werden soll. 

Die Benutzerkonfiguration und generell alle eventuell zugehörigen Dateien im Home-Verzeichnis bleiben aber auch für „apt purge“ absolut tabu. Diese müssen immer manuell gelöscht werden.