Vor dem Supportende von Windows 10 im Oktober erscheinen spezialisierte Linux-Distributionen, die Umsteigern durch optische Windows-Analogien entgegenkommen wollen. Eine der jüngeren Ubuntu-Varianten ist Anduin-OS, das Ubuntu 25.04 mit einem modifizierten Gnome-Desktop kombiniert.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen, zumal die Entwickler aus China einige Arbeit in die Übersetzung nach Deutsch investiert haben. Vom originalen Ubuntu mit Gnome ist Anduin-OS aber nicht weit weg: Gnome 48 ist mit bewährten Erweiterungen wie „Dash to Panel“ und einer unteren Taskleiste ergänzt, die von Windows 11 inspiriert ist. Ein Rechtsklick auf ein Symbol eines laufenden Programms kann dieses an der Leiste als Starter anheften oder wieder entfernen. Die meisten seiner Pakete schöpft das System aus den Paketquellen Ubuntus, doch in Sachen Anwendungsprogramme geht Anduin-OS eigene Wege: Statt Libre Office ist WPS Office vorinstalliert, ebenfalls eine Software aus China, die für den persönlichen Gebrauch frei ist. Auf Snap-Pakete verzichtet das System komplett und liefert beispielsweise Firefox als herkömmliches DEB-Paket mit, allerdings aus einem eigenen Repository der Entwickler (https://mirrorppa.aiursoft.cn). Wer sich daran stört, kann diesen Firefox deinstallieren, dann die mitgelieferte Konfigurationsdatei „/etc/apt/sources.list.d/mozillateam-ubuntu-ppa-plucky.source“ und mit unserem Script „deb-firefox.sh“ (auf Heft-DVD im Verzeichnis „Software“) die Firefox-Ausgabe des Mozilla-Teams installieren.
Mehr Infos zu Anduin-OS
Webseite: www.anduinos.com
Dokumentation: https://docs.anduinos.com

