Grafikkarten mit AMD-Chip und Ryzen-Prozessoren mit integrierten Vega-Grafikchip sind gut zum Übertakten geeignet. Für Windows gibt es von AMD dafür das Catalyst Control Center, das nie für Linux erschienen ist. Mit dem Linux AMDGPU Control Application (https: //github.com/ilya-zlobintsev/LACT) gibt es ein inoffizielles grafisches Tool zum Feintuning.
Die Linux AMDGPU Control Application ist nicht das einzige Programm für diesen Zweck, aber das neuste mit der besten Unterstützung neuerer AMD-GPUs. Zudem ist es in verbreiteten Linux-Distributionen dank fertiger Pakete leicht installiert: Auf der Github-Seite https://github.com/ilya-zlobintsev/LACT/releases/latest liegen DEB-Pakete für Debian ab Version 12 und für Ubuntu ab Version 22.04 vor,sowie RPM-Pakete für Fedora und Open Suse Tumbleweed. Die DEB-Pakete werden in Debian/Ubuntu nach dem Download mit dem Kommando
sudo apt install ./[Name].deb
samt Abhängigkeiten installiert. Neben dem grafischen Front-End gibt es einen Dienst, der die eigentlichen Parameter setzt. Dieser muss mit
sudo systemctl enable --now lactd
aktiviert werden. Nach dem Start der Anwendung öffnet die Oberfläche über das Register „OC“ die Übertaktungsmöglichkeiten. Bei unseren Tests war es auch für alte RNA3-Chips noch möglich, ein Leistungsprofil vorzugeben, während manuelle Taktvorgaben ab der Radeon-400-Serie/Polaris von 2017 möglich sind. Bevor diese Funktionen zur Verfügung stehen, muss die Option „Enable overclocking“ aktiviert sein und danach ist ein Neustart fällig.

