Desktoptipps | Hermann Apfelböck | 2/2025 | 31. Januar 2025

Alle Desktops: Subtile Fensteroptionen

Optionale Fensteraktionen: Ein großzügiges, aber noch übersichtliches Angebot zeigt der XFCE-Desktop nach Rechtsklick auf die Fenstertitelleisten.

Minimieren, Maximieren, Beenden: Das sind die Fensteraktionen, welche Desktops in der Fenstertitelleiste aktiv anbieten. Tatsächlich sind die Möglichkeiten der Fensterverwaltung weit umfangreicher, aber viele Oberflächen inklusive Windows und Mac-OS sind sich einig, dass normale Anwender subtilere Optionen kaum verwenden. Linux-Desktops bringen aber noch eine kleine Auswahl mit.

Was ein Desktop an Fensteroptionen für nützlich und sinnvoll hält, unterscheidet sich deutlich. Ein Rechtsklick auf eine beliebige Titelleiste zeigt das Angebot Ihres Desktops. Zwei zumindest situativ sinnvolle Aktionen bieten praktisch alle Desktops: erstens die Option, ein Fenster unverdeckbar im Vordergrund zu halten („Always on top“), zweitens die Möglichkeit, ein wichtiges Programmfenster auch beim Wechsel auf eine andere Arbeitsfläche anzuzeigen. Die Optionen nennen sich „Immer im Vordergrund“ (auch „Immer oberhalb“ oder ähnlich) und „Immer auf der sichtbaren Arbeitsfläche“. Solche Privilegien kann zum Beispiel ein Editorfenster oder Terminal beanspruchen, das aktuell immer im Blick bleiben muss.

Ein angemessenes Angebot liefern etwa Gnome, Cinnamon und XFCE. Das verkopfte Kontexmenü von KDE bietet sogar situative Hotkeys für geöffnete Fenster, versteckt diese subtilen Optionen aber übersichtlich unter „Weitere Aktionen“.