In unserem Fall erwies sich ein Platinenrechner für die „Foto“-App der Nextcloud als unzureichend, sobald diese App eine sehr große Bildersammlung importieren sollte. Das Überlaufen des Systemlaufwerks konnte nur durch Abbruch der Aktion verhindert werden. In solcher Situation ist die naheliegende Reaktion
sudo snap remove nextcloud
nicht zielführend. Der Snap-Daemon reagiert nämlich seit Jahren auf diesen Befehl mit einer Snapshot-Sicherung sämtlicher Benutzer- und Konfigurationsdaten des Snap-Containers. Das ist im Prinzip sinnvoll, weil offenbar viele Nutzer Snaps nach Deinstallation später wieder nachinstallieren. Bei einem Szenario wie dem beschriebenen ist das aber kontraproduktiv. Wer auch die Daten komplett löschen will, muss diese Befehlsvariante nutzen:
sudo snap remove --purge nextcloud
Diesen purge-Schalter hat Canonical/Ubuntu gleichzeitig mit der Einführung der Snapshot-Sicherung 2019 eingeführt.

