Von Haus aus nutzt LXQT das ressourcenschonende, aber auch in die Jahre gekommene Openbox als Window-Manager. Weil sich LXQT und KDE Plasma aber mit ihren Qt-Elementen sehr ähnlich sind, kommt auch der KDE-Windowmanager Kwin für LXQT in Frage. Das verspricht nicht nur ansehnlichere Effekte – Kwin wird generell von den Entwicklern als Compositor empfohlen, um LXQT unter Wayland auszuprobieren. Der Preis ist ein um rund 200 MB höherer Speicherbedarf gegenüber Openbox. Notwendig ist ein LXQT mit Version 2.2 aufwärts. Die folgenden Schritte gelten für Lubuntu 25.10 und dessen Vorgängerversion:
Aus den Standard-Paketquellen Lubuntus müssen mit folgendem Befehl einige Pakete von KDE installiert werden:
sudo apt install lxqt-wayland-session kwin-wayland kwin-x11 systemsettings xwaylandvideobridge plasma-theme-oxygen
Um dann Openbox mit Kwin zu ersetzen, geht es im Anwendungsmenü auf „Lxqt-Systemeinstellung –› Sitzungskonfiguration“. Das Feld „Fensterverwaltung“ hält nun neben dem üblichen „openbox“ die neuen Einträge „kwin_x11“ und „kwin“ (mit Wayland) parat. Im gleichen Menü muss unter „Autostart“ der Eintrag von „picom“ deaktiviert werden, denn dies ist der bereits installierte Compositor, der sich mit Kwin nicht verträgt.
Nach einer Auswahl eines der Einträge und einer Neuanmeldung ist der Windowmanager dann aktiv. Zum Feintuning gibt es im Konfigurationszentrum die „KDE-Systemeinstellungen“, um beispielsweise Effekte einzurichten. Unter „Farben & Designs“ muss das Thema Oxygen eingestellt sein, denn dies ist das einzige, das aktuell mit LXQT zusammenarbeitet.

