Die fehlende Transparenz betrifft nicht Gnome allgemein – solche Effekte sind weiterhin möglich und dank Wayland nicht mehr besonders rechenintensiv, weil die Grafikbibliothek Mesa dafür die GPU einspannt. Das mitgelieferte Standardterminal verzichtet aber darauf, folglich muss (?) ein Ersatz her. Diesen gibt es in Form der Terminalanwendung Ptyxis (https://gitlab.gnome.org/chergert/ptyxis). Der griechische Name bedeutet Verschachtelung oder Faltung, denn dieses fortgeschrittene Terminal unterstützt auch die Arbeit mit Container-Runtimes wie beispielsweise Distrobox, um immer klar anzuzeigen, wenn die Shell innerhalb eines Containers läuft. Auch wer solche Zusatzfunktionen nicht benötigt, findet in Ptyxis und seinen weiterführenden Optionen einen guten Ersatz für das Gnome-Terminal. In Ubuntu ist Ptyxis seit Version 25.04 der Standard.
Ab Debian 13, Fedora 42 und Open Suse Leap 16.0 liegt das Programm in den Standard-Paketquellen und ist in Debian oder Linux Mint mit
sudo apt install ptyxis
einfach installiert. In der Gnome-Anwendungsübersicht heißt das Programm dann einfach „Terminal“. Der Regler zum durchscheinenden Hintergrund findet sich im Einstellungsmenü hinter den drei Strichen in der Titelleiste und dann unter „Einstellungen –› Erscheinung –› Transparenz“.

