Desktopdistributionen mit Gnome oder Gnome-affinen Desktops (die meisten außer KDE und LXQT) können den Datendurchsatz von USB-Medien mit dem grafischen Gnome-Disks ermitteln. Der KDE-Partitionmanager hat keine vergleichbare Funktion. Gnome-Disks („Laufwerke“) bietet im (Drei-Punkte-) Menü die Option „Leistungstest für Laufwerk“. Nach „Leistungstest starten“ ist noch ein Konfigurationsdialog eingeschoben, wo die Option „Schreib-Leistungstest ausführen“ angeklickt werden sollten. Denn ohne diese Einstellung analysiert Gnome-Disks nur die Leseleistung.
Ohne Gnome-Disks ist es gar nicht so einfach, die Datenträgerleistung im Terminal zu messen. In den meisten Fällen sollte dieser Befehl
sudo hdparm -t /dev/sd[x]
ausreichen. Den Stellvertreter „x“ ersetzen Sie durch die Laufwerkskennung des USB-Sticks, beispielsweise „/dev/sdc“. Hdparm misst aber nur die Lesegeschwindigkeit.
Die Lesegeschwindigkeit ist insbesondere für Livesysteme sicher das wichtigste Kriterium, wer aber auch die Schreibgeschwindigkeit messen will, kommt um ein zweites Terminalprogramm nicht herum. Der unkomplizierte Kandidat dafür ist die kleine Toolsammlung „F3“, die mit
sudo apt install f3
unter Debian/Ubuntu schnell nachinstalliert ist und mit den Tools f3read und f3write die Lese- und Schreibleistung ermittelt – hier für ein unter
„/media“ eingehängtes USB-Laufwerk:
f3write /media/sepp/stick64
f3read /media/sepp/stick64
Wer die Aktion abkürzen will, schreibt oder liest nur eine einzige Testdatei:
f3write -e 1 /media/sepp/stick64
Als allgemeine Faustregel gilt: USB-Sticks mit großer Speicherkapazität sind schneller als kleinere. Wo Geschwindigkeit wichtig ist, sollte man nicht unter 64 GB beginnen. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben die USB-Sticks Sandisk Extreme/Ultraline, Transcend Jetflash, Intenso Ultraline oder Corsair Flash Voyager.

