Hardwaretipps | Praxis | Tipps & Tricks | David Wolski | 3/2025 | 28. März 2025

M-Disc: DVD-R mit langer Haltbarkeit

Das Logo „M-Disc“ auf diesen deutlich teureren Rohlingen zeigt, dass es sich um Datenträger mit einer langlebigen, anorganischen Datenschicht handelt.

Der Zahn der Zeit nagt an allen Datenträgern, an DVD-Rs aber schneller. Die beschreibbare, datentragende Schicht ist zwar in Polycarbonat laminiert, oxidiert aber nach einigen Jahren. Schlimmstenfalls wird der gesamte Datenträger in der Schublade unlesbar. DVD-Rs sind deshalb keine guten Backupmedien. Mit der beschreibbaren M-Disc gibt es eine zuverlässigere Alternative.


Die M-Disc (kurz für „Millenial Disc“) ist ein spezieller Archiv-Datenträger in der Größe einer DVD-R, dessen datentragende Schicht gegen Oxidation, UV-Licht und Feuchtigkeit sehr resistent ist. Die M-Disk wurde erst 2009 als Nachgedanke zur klassischen DVD und Blu-ray-Disc entwickelt und wirbt zurecht mit langer Haltbarkeit. Auch die Kosten bleiben in einem vertretbaren Rahmen.
M-Discs sind ausschließlich als DVDs oder Blu-rays erhältlich. Zum Lesen genügt ein herkömmliches Laufwerk, zum Brennen jedoch nicht. Denn diese Datenträger verlangen nach einem stärkeren Laser und einer langsameren Brenngeschwindigkeit. Das bedeutet, dass Nutzer für die Verwendung von M-Discs einen kompatiblen DVD- oder Blu-ray-Brenner brauchen. Ein externer M-Disc-Brenner mit USB-Anschluss für DVD-R und Blu-rays kostet rund 100 Euro (https://m6u.de/bdxl), Restposten mit lediglich DVD-R-Unterstützung gibt es aber auch deutlich günstiger ab 30 Euro (https://m6u.de/bdslim).


Rohlinge sind von einigen Herstellern in Lizenz gefertigt, etwa von Verbatim, und am M-Disc-Logo auf der Verpackung erkennbar. Eine Spindel mit 25 M-Disc im Bluray-Format (25 Gigabyte pro BD-R) kostet rund 100 Euro (https://m6u.de/mdisc). Medien mit DVD-R-Kapazität sind hingegen rar. Um die Erkennung und Laser-Kalibrierung kümmert sich die Firmware des Brenners, sodass sich beliebige Brennprogramme wie Brasero zum Schreiben eignen.