Ästhetisch hat XFCE (unter anderem in Xubuntu) gewiss Nachteile. Aus rein technisch-funktionaler Sicht ist der kleine Desktop bei der Leistenkonfiguration aber flexibler als KDE, Cinnamon oder die dafür kaum tauglichen Gnome, Budgie und Mate. Der Hauptvorteil liegt in der Fähigkeit, neben der Leistenbreite auch eine „Zeilenanzahl“ vorzugeben – also Symbole bei vertikaler Anlage nebeneinander zu positionieren.
Die Leistenoptionen erreichen Sie in den allgemeinen Einstellungen über den Punkt „Leiste“ oder direkt durch Rechtsklick auf die Leiste („Leiste –› Leisteneinstellungen“). Deaktivieren Sie unter „Anzeige“ die Option „Leiste sperren“. Setzen Sie dann unter „Anzeige –› Modus“ auf „Senkrecht“. XFCE wird die Leiste dann an den linken Bildschirmrand setzen. Ist der rechte Rand gewünscht, können Sie die Leiste an den Anfassern ganz oben oder unten auf die andere Seite ziehen.
Im nach wie vor geöffneten Fenster „Leisteneinstellungen“ setzen Sie die „Anzahl der Zeilen“ auf „2“. Das sollte Platz für genügend Symbol-Controls bieten, kann aber auch noch erhöht werden. Die Größe der Symbole ist mit „Zeilengröße“ zu definieren und etwa mit 40 Pixeln anzusetzen. Eine „Randbreite“ von etlichen Pixeln nimmt den Symbolen die gepresste Anmutung und verbessert die Optik erheblich. Das weitere Register „Erscheinungsbild“ ist unabhängig von der vertikalen Leistenanordnung reine Geschmackssache.
Das dritte Register „Objekte“ hat gegenüber KDE oder Cinnamon den großen Vorteil, dass es die vorhandenen Applets in ihrer Anordnung anzeigt, mit „Hinzufügen“ weitere einbaut. Das „Uhr“-Applet (ganz unten) wird in jedem Fall eine Umstellung auf „Analog“ oder „LCD“ benötigen, weil sich das Applet nicht drehen lässt. Auch das Standardmenü „Whisker“ verdient nach Rechtsklick und „Eigenschaften“ eine Korrektur, wenn man es optimal in die zweizeilige Anordnung der Symbole einpassen will: Hier gibt es im Register „Aussehen“ die feinsinnige Option „Eine einzelne Leistenreihe benutzen“, die erst im Kontext dieser Aufgabenstellung so recht verständlich wird. Außerdem ist die Darstellungsoption als „Symbol“ ohne Texttitel zu wählen.
An Applets muss man bei zwei- oder gar dreizeiliger Leiste kaum sparen: Neben Menü, Starterfavoriten, Fensterknöpfe (Taskliste) und Systray-Standards sind auch ein „Arbeitsflächenumschalter“ und mehr unterzubringen.

