Auf Linux-Systemen, die im Uefi-Modus installiert sind, sind über die kleine Partition „/sys/firmware/efi/efivars“ Hardwareeigenschaften und Firmwareeinstellungen für den Kernel abrufbar. Diese Eigenschaften haben aufgrund der ungewöhnlichen Größe bei vielen Firmwares eine eigene Partition erhalten, in der binäre Gerätedateien liegen. Auf Systemen, die schon lange in Betrieb sind, kommt es vor, dass diese Partition vollläuft. Denn jedes einmal installierte Windows- oder Linux-System hinterlegt hier seine Firmwareinformationen.
In diesem Fall beschwert sich das Linux-System in Logdateien oder auf dem Desktop über Platzprobleme auf dieser Partition. Es handelt sich dabei um kein Problem, das den Systemstart verhindern könnte, aber die Warnhinweise sind durchaus lästig. Wie es um die Auslastung steht, zeigt zunächst dieses Kommando
df -h /sys/firmware/efi/efivars
an. Ist diese Firmwarepartition schon zu voll, dann hilft es, die nicht mehr benötigten Uefi-Booteinträge zu löschen. Der einfachste Weg, der meist auch gleich zum Erfolg führt, ist eine automatisierte Aufräumaktion, welche doppelt vorhandene Einträge entfernt und in einem willkommenen Nebeneffekt auch Platz auf der Firmwarepartition schafft. Der Befehl
sudo efibootmgr -D
entfernt Dubletten aus dem EFI-Bootmanager. Ist diese bequeme Aktion nicht von Erfolg gekrönt, gibt es noch die Möglichkeit, unbenötigte Booteinträge manuell aufzuräumen. Dazu zeigt die Eingabe sudo efibootmgr alle Einträge mit ihrer hexadezimalen Nummer und dem Bootlaufwerk an, beispielsweise „Boot000E*“. Das Kommando
sudo efibootmgr -Bb 000E
löscht dann diesen Booteintrag aus dem Uefi-Boomenü der Firmware.

