Drucker unter Linux sind mittlerweile leichter gezähmt, denn deren Druckfunktion ist meist schon über die Postscript-Kompatibilität der meisten Geräte ohne herstellerspezifische Treiber nutzbar. Anders sieht es bei Multifunktionsgeräten aus, bei Exoten, oder wenn weitere Optionen jenseits des simplen Ausdrucks von Dokumenten per Postscript gefragt sind. HP bietet für Linux eine häufig aktualisierte Treiberbibliothek an, die HPLIP (HP Linux Imaging and Printing). Je neuer deren installierte Version ist, desto besser die Unterstützung für neue Geräte.
Wer ein Ubuntu LTS oder ein Debian verwendet, bleibt recht lange auf einer älteren Ausgabe von HPLIP sitzen. Sollte bei diesen Distributionen die Installation der Pakete mittels
sudo apt install hplip hplip-gui
das angeschlossene Gerät nicht ordentlich ansteuern, weil es zu neu ist, so gibt es für ältere Ubuntus (22.04/20.04) und Linux Mint 21 ein PPA mit neueren Versionen. In diesen Linux-Distributionen nehmen die Befehle
sudo add-apt-repository ppa:kelebek333/hplip
sudo apt update
das PPA auf und aktualisieren die HP-Treiberbibliothek zusammen mit dem grafischen Front-End „hplip-gui“. In anderen Linux-Systemen ist eine Aktualisierung nicht so komfortabel, aber über ein offizielles Treiberpaket ebenfalls möglich: HP bietet unter https://developers.hp.com/hp-linux-imaging-and-printing ein Binärpaket für unterschiedliche Linux-Distributionen an. Nach dem Download (ca. 30 MB) startet im Terminalfenster der Aufruf
sh ~/Downloads/hplip-3.24.4.run
die Installation, hier beispielsweise für die Version 3.24.4 der HP-Bibliothek. Der Installationsassistent lädt für das vorliegende Linux-System die noch eventuell fehlenden Abhängigkeiten herunter und entfernt eine ältere, schon installierte HPLIP-Version. Abschließend ist ein Neustart nötig.

