Zwar haben sich Notebooks mit Touchscreen nicht durchgesetzt, doch Gnome will Anwendern mit seiner Bildschirmtastatur entgegenkommen. Dieses Hilfsprogramm, unter Gnome einst „Caribou“ genannt, zeigt sich oft auch ungefragt und ist dann eher störend.
Immer, wenn auf einem Touchscreen absichtlich oder versehentlich ein Textfeld angetippt wird, verwandelt sich in Gnome die untere Displayhälfte in eine Bildschirmtastatur. Eine eingebaute Einstellung, dieses Hilfsprogramm abzuschalten, kennt Gnome nicht. Kommt das Verhalten bei der Arbeit zu oft die Quere, dann kann aber die Erweiterung Block Caribou
(https://extensions.gnome.org/extension/3222/block-caribou-36) die Bildschirmtastatur dauerhaft unterdrücken. Erfreulicherweise ist diese Erweiterung auch schon nach Gnome 45 portiert, das mit älteren Erweiterungen wegen API-Änderungen nicht mehr kompatibel ist. Wie schon im Tipp „Farben umkehren: Desktop invertieren“ erklärt, sind Gnome-Shell-Erweiterungen über Firefox auch als Snap-Paket wieder problemlos zu aktivieren.
Trotz der so erzielten Unterdrückung der aufspringenden Bildschirmtastatur ist diese keineswegs völlig lahmgelegt. Bei Bedarf kann man sie in den Gnome-Einstellungen über „Barrierefreiheit –› Barrierefreiheitsmenü“ jederzeit manuell aktivieren.

